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Arrow of Heaven vom Urltal Bericht von der WORLD GROOMING TEAM CHAMPIONSHIP 15. - 16. April 2007 in Milan/Italien |
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Veronika VESELY, Christine KEMPF, Margit SCHÖNAUER und Ursula HACKL, vier österreichische Hundefriseurinnen fassten am Beginn des Jahres 2006 den Entschluss, erstmals an einer Grooming Teamweltmeisterschaft teilzunehmen. Vorgegeben waren 4 verschiedene Hunderassen und zwar Fox Terrier, Englisch Cocker Spaniel, Kerry Blue Terrier und Kleinpudel, die in einer vorgegebenen Zeit getrimmt werden müssen. Es begannen die umfangreichen Vorbereitungen. Es war nicht nur für die Friseurinnen das erste Mal sondern auch für die Republik Österreich, denn noch nie vertrat ein Team Österreich bei einer derartigen Weltmeisterschaft. Ebenso war noch nie ein Hund aus österreichischer Zucht bei einer Grooming Weltmeisterschaft vertreten. Also die „besten Voraussetzungen“ für Mensch und Tier.
Ursula HACKL wollte nicht so wie ihre Teamkolleginnen mit einem
geleasten Hund den Bewerb bestreiten und begann mit der Suche nach
einem geeigneten Cockerspaniel. Vorgabe war, dass das Fell des
Hundes noch nie mit der Maschine geschoren oder geschnitten worden
war. Ausgenommen natürlich die erlaubten Stellen wie z.B. die
Ohreninnenseite. Nur welche Auswüchse die Auflagen für Heaven hatten, nicht mehr baden, nicht mehr trimmen und auch die Pfoten nicht mehr schneiden, konnte die Besitzerin nicht vorhersehen. Das Haarkleid von Heaven wurde länger und länger. Zu guter Letzt sah er aus wie ein Schaf kurz vor der Schur und alle Mitglieder der Familie KAPELLER sehnten den Tag der Weltmeisterschaft herbei. Beinahe wäre aber 14 Tage vor dem WM-Termin das ganze Unterfangen gescheitert. Heaven vom Urltal wurde beim ersten Kurstag zur BGH 3 auf dem Abrichteplatz in Gleink von einem Schäferhund angefallen und in den Rücken gebissen und die Folge war eine blutende Wunde. Ein Besuch beim Tierarzt war aber nicht notwendig. Eine Entfernung der Haare rund um die Wunde zum Zwecke eines operativen Eingriffes hätte Heaven die Teilnahme an der WM gekostet. Mit einer Krankenpflegerin im Haus, die Hundebesitzerin übt diesen Beruf aus, war jedoch die Wunde zeitgerecht verheilt. In der Nacht vom 14. April zum 15. April begann für Heaven und seinem Pflege- und Begleitpersonal der 950 km lange Weg nach Verbania, 90 Kilometer außerhalb von Mailand. Nach Ankunft im wunderschönen italienischen Ort war an eine Ruhepause jedoch nicht zu denken. Heaven wurde von Frau HACKL unter Anleitung des Teamleiters- mehrfacher Grooming Weltmeister und WM-Leistungsrichter- für den Tag X vorbereitet. Als dann in den Abendstunden die erste Handanlegung vorbei war, waren sich Frau BAUER und die Hundebesitzer einig, dass auf Heaven „schwere Zeiten“ zukommen. Am Sonntag um 10.30 Uhr begann für die teilnehmenden österreichischen Friseurinnen und dem österreichischen Hund die Stunde der Wahrheit: die Meisterschaft begann mit dem Badetermin. Die Hunde wurden mehrmals gewaschen und anschließend geföhnt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die österreichischen Teilnehmer von einem Kamerateam des ORF auf Schritt und Tritt begleitet. Der Grund war, dass über das österreichische Team und dem österreichischen Hund von Vera RUSSWURM am Sonntag den 22. April in der Sendung „Vera exklusiv“ berichtet wird. Als Heaven geföhnt war, war jeglicher Kontakt mit dem Erdboden untersagt. Tragen und halten war daher die vordingliche Aufgabe sowohl der Hunde- als auch der Zwingerbesitzerin. Um 14.30 Uhr begann es dann ernst zu werden. Die teilnehmenden Mannschaften aus 11 Nationen bezogen mit ihren Hunden die vorgegebenen Plätze und die Jury begann mit der peniblen Kontrolle der Tiere. Das war der Zeitpunkt wo die Nerven von so manchem Teilnehmer zu flattern begannen und der Blutdruck in die Höhe schnellte. Aber alles ging gut, alle Hunde wurden zur WM zugelassen und um 15.02 Uhr hieß es vom Richtertisch: ZEIT LÄUFT. Jetzt schlug sowohl für Frau Ursula HACKL als auch für Arrow of Heaven vom Urltal - Zitat von Frau HACKL „Es waren die kürzesten zweieinhalb Stunden meines Lebens“ - die Stunde der Wahrheit. Jetzt kam das Wesen zu Tage, das alle Hunde aus der Zucht des Zwingers „Spaniels vom Urltal“ auszeichnet: Gutmütigkeit und auch Geduld! Die Teilnehmer des österreichischen Teams bemühten sich ihr gestecktes Ziel: nicht Letzter zu werden, zu erreichen. Als es dann um Punkt 170.30 Uhr hieß: „ZEIT AUS“, nahm so mancher Teilnehmer erst wieder seine Umgebung wahr. Die enorme Anstrengung sowohl für Mensch als auch für Hund war vorerst vorbei. Was folgte war die Stunde der Wahrheit. Alle stellten sich insgeheim die Frage: wird meine Arbeit den gestrengen Augen der Jury standhalten? Um 19.00 Uhr stand fest, dass das „TEAM AUSTRIA“ zwar einem Platz im Finale verpasst hatte, das bestritten die fünf besten Nationen, jedoch nicht mit der roten Laterne nach Hause fuhren. Nach einer inoffiziellen Wertung war ihnen ein Platz im vorderen Mittelfeld sicher. Für das Weltmeisterschaftsunerfahrene österreichische Team und vor allem auch für dem Meisterschaftsunerfahrenen Heaven vom Urltal war die Veranstaltung ein großer persönlicher Gewinn. Die Damen würden jederzeit wieder an solch einer Veranstaltung teilnehmen. Arrow of Heaven vom Urltal verweigerte jedoch zu diesem Thema jede Stellungnahme. Nachdem die letzten Fernsehaufnahmen im Kasten waren, war zwar die Weltmeisterschaft bereits Vergangenheit, die Pressetermine jedoch standen noch bevor. Für Frau HACKL und Heaven vom Urltal stand am folgenden Dienstag ein Termin mit der „Perger Rundschau“ auf dem Programm. Der Höhepunkt für das WM-Team war jedoch der Termin bei Vera RUSSWURM. Im Hundesalon von Margit SCHÖNAUER in Wien, Vinzenzgasse wurden die Dreharbeiten für die Sendung „VERA exklusiv“ durchgeführt. Dass sich den Sendetermin 22.April 2007, 19.15 Uhr FS 1 alle Beteiligten und Fans im Kalender ganz groß dick rot im angestrichen hatten, muss wohl nicht extra betont werden. Ein negatives Ereignis gab es aber doch noch: bei der Rückreise von Italien nach Österreich kurz nach Mailand kam es auf der Autobahn zu einem Verkehrsunfall mit mittelschwerem Sachschaden. Das gehörte zwar nicht mehr zur Weltmeisterschaft, aber für die Beteiligten war es auch ein Erlebnis - wenn auch leider ein Negatives.
Bericht Adi Kapeller
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